Unser Adventskalender 2009

Alles was die Welt (nicht) braucht

Beitragvon Pitchman in a Maze » Di Dez 15, 2009 11:47 am

Türchen 16


An der Straßenecke
Jakob Loewenberg (1856-1929)

An der Straßenecke, in der Häuser Gedränge,
in der Großstadt wogender Menschenmenge,
inmitten von Wagen, Karren, Karossen
ist heimlich ein Märchenwald entsprossen,
von leisem Glockenklingen durchhallt:
von Weihnachtsbäumen ein Tannenwald.
Da hält ein Wagen, ein Diener steigt aus
und nimmt den größten Baum mit nach Haus.
Ein Mütterchen kommt, und prüft und wegt,
bis endlich den rechten sie heimwärts trägt.
Verloren zur Seite ein Stämmchen stand,
das fasste des Werkmanns ruhige Hand.
So sah ich einen Baum nach den andern
in Schloss und Haus und Hütte wandern,
und schimmernd zog mit jedem Baum
ein duftiger, glänzender Märchentraum. -
Frohschaukelnd auf der Zweige Spitzen
schneeweißgeflügelte Englein sitzen.
Die einen spielen auf Zinken und Flöten,
die andern blasen die kleinen Trompeten,
die wiegen Puppen, die tragen Konfekt,
die haben Bleisoldaten versteckt,
die schieben Puppentheaterkulissen,
die werfen sich mit goldenen Nüssen,
und ganz zuhöchst, in der Hand einen Kringel,
steht triumphierend ein pausbackiger Schlingel.
Da tönt ein Singen, ein Weihnachtsreigen -
verschwunden sind alle zwischen den Zweigen.
Am Tannenbaum hängt, was in Händen sie trugen.
Ein Jubelschrei schallt; und von unten lugen
mit Äuglein, hell wie Weihnachtslichter,
glückselig lachende Kindergesichter.[/b]
Unser Leben ist viel schwerer als das unserer Vorfahren,
weil wir uns so viele Dinge anschaffen müssen,
die uns das Leben erleichtern.
(Gabriel Laub)
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Beitragvon Laeusel » Do Dez 17, 2009 11:08 am

Türchen 17


Der einsame Schneemann

Was steht ein Schneemann so allein
im Schnee und auf der Flur
was schaut er auch so traurig drein
von Freude keine Spur. ?

Er blickt einsam übers Land dahin
mit Augen schwarz und rund
im Gesicht hat er ‚ne Rübe drin
und Kohlen sind sein Mund.

Weil gar so einsam ist sein Sinn
sucht er zum Zeitvertreib
so eine hübsche Schneemännin
für sich als Eheweib.

Drum baut nun eine Kinderschar
aus Schnee 'ne Frau für ihn
die beiden sind ab da ein Paar:
Schneemann und Schneemännin.

Ihm wird dabei so warm ums Herz
es schmilzt für die Schneemännin
und spätestens so Ende März
schmelzen die zwei dahin.
Ciao
Laeusel 8-)

"Ich habe nie groß darüber nachgedacht, wie ich sterben werde.
Aber anstelle von jemandem zu sterben, den man liebt, scheint
mir ein guter Weg zu sein, um zu gehen."
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Beitragvon Laeusel » Fr Dez 18, 2009 7:54 am

Türchen 18


Festlegung des Datums für Weihnachten

Der 25. Dezember, der Tag der Sonnenwende war in vielen Kulturen ein besonders
wichtiger Tag. Im vorderasiatischen Mithraskult wurde an diesem Tag die Geburt des
indischen Lichtgottes gefeiert. Bei den Ägyptern wurde mit dem Isiskult die Geburt des
Horus auf diesen Tag gelegt. Die Römer begingen ihre feierlichen Sarturnalien zu Ehren
des Gottes Saturn, des unbesiegbaren Sonnengottes, an diesem Tag. Die Germanen
feierten im norddeutschen Raum bis hinauf nach Skandinavien ihr Mittwinterfest oder
Julfest, zugleich ein Toten- und Fruchtbarkeitsfest. Um diese Feste ranken sich allerlei
Geisterglauben, der sich in der Tradition, gerade in abgelegenen Gegenden z.B. in den
Alpen, bis heute gehalten hat.

Da sowohl in Rom als auch das asiatische, ägyptische und römische Fest mit großem Pomp
gefeiert wurde, versuchte Papst Hyppolit bereits um 217 all diese Kulte damit zu
beseitigen, daß er das Fest der Geburt Christi auf diesen Tag, den 25. Dezember, verlegte.
Man verwies darauf, daß schon das Alte Testament den erwarteten Erlöser als "Sonne der
Gerechtigkeit" (Mal 3,20) bezeichnet. Außerdem habe sich Christus selbst das "Licht der
Welt"(Joh. 8,12) genannt, der als das "Wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet" (Joh.
1,9), in diese Welt gekommen sei. Mit der Datierung des Weihnachtsfestes auf das Fest
des "Unbesiegbaren Sonnengottes" gaben die Christen den Heiden zu verstehen: Die
Sonne ist gut, und wir freuen uns ihres immer neuen Sieges nicht weniger als ihr. Aber sie
hat ja keine Macht aus sich selbst, sondern sie hat nur Kraft, weil Gott sie erschaffen hat. So
kündet sie uns von dem wahren Licht, von Gott, dem Schöpfer aller Dinge. Deshalb feiern
wir an Weihnachten das Kommen des wahren Gottes. Den Urquell allen Lichtes, nicht aber
sein Werk, die Sonne, die kraftlos wäre ohne ihn. Das ist der Sinn von Weihnachten: Es ist
der Geburtstag Christi, die Wintersonnenwende der Weltgeschichte, die uns in allen Auf-
und Niedergängen der Geschichte die Gewißheit gibt, das die dunklen Mächte der Finsternis
keine endgültige Macht besitzen.

Durchsetzen konnte es aber erst Papst Liberius 354. Zum Dogma, Glaubenssatz, wurde es
auf dem 2. Konzil von Konstantinopel 381 unter Kaiser Theodosius erklärt.

Im 7. und 8. Jahrhundert setzte sich der Brauch, das Fest am 25. Dezember zu feiern auch
in Deutschland durch. Die Mainzer Synode erklärt 813 diesen Tag offiziell zum "festum
nativitas Christi". Mit ihm begann damals das Kalenderjahr. Der erste Januar wurde erst ca.
800 Jahre später mit Einführung des Gregorianischen Kalenders zum Jahresbeginn.

Im Verlaufe der Christianisierung der Menschheit hat das Weihnachtsfest dann seine heutige
weltweite Verbreitung gefunden. Der christliche Weihnachtsfestkreis beginnt mit
dem vierwöchigen Vorbereitungszeitraum des Advents und reicht in den katholischen Bereichen
bis zum 6.1. (Dreikönig). Die Griechische - Orthodoxen feiern die Geburt Jesu
erst am 6.1., die Armenier am 18./19.1.
Ciao
Laeusel 8-)

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Beitragvon Laeusel » Sa Dez 19, 2009 6:11 pm

Türchen 19


Dreikönigszettel

Zu den mannigfachen Ausdrucksformen der den Heiligen Drei Königen
entgegengebrachten Verehrung gehören auch amulettartig benutzte Papiere mit dem
Zeichen C+M+B und den verschiedenen Beschwörungs- und Wunschformeln.

Dieser Dreikönigszettel wurde vor allem von den Pilgern, aber auch sonst auf den
gefährlichen Reisen im Mittelalter als beruhigendes Reisepapier mitgeführt. Die große
Verehrung der Heiligen Dreikönige als Reisepatrone spiegelt sich noch heute auch im
Namen vieler alter Gemäuer an den Zugangsstraßen des Verkehrs, zum Beispiel "Zum
Mohren", "Zum Stern", oder gar "Zu den drei Königen" wider.



Krippenspiele

Krippenspiele und Weihnachtsspiele, früher szenischen Darstellungen des
Weihnachtsevangeliums nur in der Kirche oder in Klöstern, findet man heute auch in
Schulen und in Familien. Besonders schön sind die bayrischen und österreichischen
Krippenspiele für die Kinder.

Viele Kirchen und Landschaften führen Jahr für Jahr ihr traditionelles Krippenspiel auf. So
haben zum Beispiel in Coventry, England, die Handwerker der verschiedenen Gilden und
Innungen, also Goldschmiede, Weber, Schneider und andere, seit dem 14. Jahrhundert
jedes Jahr ein Spiel von der Geburt des Herrn aufgeführt und haben dabei ein spezielles
Weihnachtslied gesungen, das heute noch gesungen wird.



Der Trompetenspieler

Es geschah vor nicht langer Zeit in einer bitterkalten Winternacht am Weihnachtstag.
Im Kamin war das Feuer bis auf die Glut niedergebrannt und die Menschen lagen zu
später Stunde ermüdet, aber zufrieden und mit Wohlbehagen, in ihren Federbetten.
Der Mond warf sein magisches Licht durch die breite Fensterfront des Herrenhauses und
erhellte den prachtvoll geschmückten Weihnachtsbaum. An einem der unteren, vorspringenden
Äste des Tannenbaums hing, barfuß und mit einem Juteumhang bekleidet, ein hölzerner
Trompetenspieler. Der Musikant presste die Trompete fest an seinen Mund, während er
ehrfürchtig hinauf zu dem silbernen Weihnachtsstern in der Baumkrone sah. Unter dem
Stern von Betlehem schwebte ein wunderschönes Papiermädchen mit Engelsflügeln an einer
hauchdünnen Schnur.

Der Trompetenspieler glaubte in dieser Nacht, der Günstling des Glücks zu sein, denn
noch nie hatte er ein so liebreizendes Wesen gesehen. Als es seinen starrenden Blick
bemerkte, wurde er ein bisschen verlegen und seine Wangen röteten sich. Da lächelte
das Mädchen und ihm wurde seltsam warm ums Herz. Überwältigt von so viel Anmut schloss
er für einen Moment die Augen. Es war das Mädchen, nach dem er sich oftmals in seinen
einsamen Träumen gesehnt hatte, so zart und vollendet, und sein Trompeterherz schlug
ein kleines Trommelfinale. Doch das Mädchen wandte seinen Blick bald wieder ab und sah
verträumt zum Mond, der durch das große Fenster schien. So nahm er all seinen Mut zusammen
und blies in die Trompete. Erst waren es nur einzelne, zaghafte Töne, aber nach einem Weilchen
spielte er die schönsten Melodien, die er kannte. Berührt von der Wehmut seiner Klänge drehte
sich das wundervolle Wesen im Kreis, als tanzte es zu seiner Musik. Der Trompetenspieler war
entzückt, und er spielte so hingebungsvoll wie nie zuvor in seinem Leben. So blies er bis in
die frühen Morgenstunden unermüdlich in sein Horn. Jeder flüchtige Blick, jedes kleine,
auffordernde Lächeln, das ihm das Mädchen schenkte, ließ ihn vor Glück fast bersten.

Und so vergingen die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. In den Nächten erklang im großen
Saal die melancholische Musik des Trompetenspielers. Der hölzerne Musikant sehnte bereits die
Zeit in der Weihnachtsschmuckschachtel herbei, welche er bis zum nächsten Heiligen Abend mit
dem Papiermädchen verbringen würde. Er nahm sich fest vor, das Mädchen in der Schachtel
anzusprechen und vielleicht gestattete es ihm sogar, es an den Händen zu halten.
Im neuen Jahr kam eines Morgens die Dienerschaft und räumte den Weihnachtsbaum ab.
Der Weihnachtsschmuck wurde in Kisten gepackt und bei den Fenstern abgestellt. Als der
Trompetenspieler über den Kistenrand blickte, stellte er mit Entsetzen fest, dass das
Papiermädchen am Baum vergessen wurde. Er schrie aus Leibeskräften, damit die Menschen ihr
Versäumnis bemerkten, aber umsonst. So blies er wild und verzweifelt auf seiner Trompete Alarm.
Aber die Menschen konnten seine Hilferufe und Fanfaren nicht hören, alle Mühe war vergebens.
Er beobachtete durch die Fenster, wie der Tannenbaum mit dem Mädchen in den Garten gebracht wurde.
Bald begann ein heftiges Schneetreiben und er musste hilflos mit ansehen, wie das Mädchen
unter den weißen Flocken verschwand.

Da wurde seine Schachtel verschlossen. Nun lag er in völliger Dunkelheit. Als er spürte, wie
jemand die Stiege zum Dachboden hinauf schlurfte, erfasste ihn ein ohnmächtiger Schmerz.
Finster und einsam war das folgende Jahr für den Trompetenspieler. In der Schachtel klagte
er der Dunkelheit sein Leid. Tag und Nacht träumte er von seinem Papiermädchen, und manchmal
überfiel ihn eine schlimme Angst, wenn er daran dachte, dass er es vielleicht nie mehr
wiedersehen würde. Flehentlich wünschte er das nächste Weihnachtstfest herbei, das ihn aus
der Gefangenschaft befreien würde.

Das Jahr verging und endlich brach der Weihnachtsmorgen an. Freudig schwatzend schmückte die
Dienerschaft den Tannenbaum, und auch der Trompetenspieler hing bald an seinem Platz. Vergeblich
suchte er nach dem Mädchen seines Herzens. Traurig blickte er hinaus in den Garten.
Dort lag kein Schnee mehr und der Baum aus dem letzten Jahr war verschwunden. Die Erinnerung
an das vergangene Weihnachtsfest wurde in ihm lebendig. Was war mit seinem Mädchen geschehen?
Stumm blickte er in die Welt vor dem Weihnachtsbaum. Zum ersten Mal in seinem Leben spürte er,
was es bedeutet, hoffnungslos alleine zu sein.
Als er später in der Nacht den Mond aufgehen sah und ihn lange Zeit verloren betrachtete, da
war ihm auf einmal, als lächle das Papiermädchen im Mondschein zu ihm herunter. Nie zuvor hatte
er sich dem Mädchen so nahe gefühlt, und mit Tränen in den Augen begann er leise auf seiner
Trompete zu spielen.
Ciao
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Tuerchen 20

Beitragvon Tillmann » So Dez 20, 2009 1:56 am

Adventskranz
Der Adventskranz weist mit seinen vier Kerzen auf das Licht hin, das Christus in die Welt gebracht hat.[1] 1839 ließ der evangelische Theologe Johann Hinrich Wichern (1808–1881) im Betsaal des „Rauhen Hauses“ in Hamburg zum ersten Mal einen hölzernen Leuchter mit 23 Kerzen aufhängen – 19 kleine rote für die Werktage bis Weihnachten, vier dicke weiße für die Sonntage.[2] In den Ostkirchen ist der Adventskranz heute teilweise übernommen und auf sechs Kerzen erweitert worden.

Inzwischen ist der ursprünglich evangelische Brauch der Adventskränze auch von der katholischen Kirche übernommen werden, wobei die Kerzen meist in den liturgischen Farben gehalten sind: drei violette Kerzen für den ersten, zweiten und vierten Adventssonntag sowie eine rosa Kerze für den dritten Adventssonntag (Gaudete).

Der Adventskranz wird eher als der Weihnachtsbaum mit der religiösen Bedeutung des Advents assoziiert.
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Beitragvon Laeusel » Mo Dez 21, 2009 10:49 am

Türchen 21


Christbaumkugeln

Bevor es Christbaumkugeln gab, wurde der Weihnachtsbaum mit Früchten und
Zuckerwaren behängt. Die Früchte, zumeist eingelagerte Winteräpfel, waren in den harten
Wintermonaten Mangelware und hatten für die Menschen damals eine große Bedeutung.

In den Schlössern und der adeligen Bevölkerung wurden die Früchte später zuerst
vergoldet, dann durch wertvolle, versilberte Glaskugeln ersetzt. Dies erklärt, warum die
ersten urkundlichen Berichte meist aus dem Adel stammen. Der Brauch, Christbäume mit
funkelnden Kugeln zu schmücken, stammt also nicht aus dem Volk.

1870 erfindet Justus Liebig aus Morgenstern bei Gablonz die Kunst, Glaskörper von innen
zu versilbern. Aus Gablonz stammt auch die Familie Krebs, die heute in Rosenheim Glas-
Christbaumschmuck produziert. 1878 spricht die Sonneberger Handels- und
Gewerbekammer von „jährlich wachsender beifälliger Aufnahme“ des Glas-
Christbaumschmucks aus Thüringen. Dorthin waren die Glasbläser Böhmens im Zuge der
Gegenreformation vertrieben worden. 1893 ist der Glasschmuck an Weihnachtsbäumen
nicht mehr wegzudenken.

Bis heute hat sich der Brauch des Weihnachtsbaumschmückens und der Glaskugel auf der
ganzen Welt verbreitet. So ist der ursprünglich rein deutsche Brauch, losgelöst vom
christlichen Symbol, beispielsweise auch in Japan, Afrika, Südamerika oder Australien zu
finden. Traditionelle Kugelfarben wie Rot, Gold und Silber sind inzwischen durch
modische Töne wie Azurblau, Bordeaux, Kupfer oder Rose verdrängt worden.
Ciao
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Beitragvon Marion » Di Dez 22, 2009 8:17 am

Türchen 22

Bild

Der Traum

Ich lag und schlief; da träumte mir
ein wunderschöner Traum:
Es stand auf unserm Tisch vor mir
ein hoher Weihnachtsbaum.

Und bunte Lichter ohne Zahl,
die brannten ringsumher;
die Zweige waren allzumal
von goldnen Äpfeln schwer.

Und Zuckerpuppen hingen dran;
das war mal eine Pracht!
Da gab's, was ich nur wünschen kann
und was mir Freude macht.

Und als ich nach dem Baume sah
und ganz verwundert stand,
nach einem Apfel griff ich da,
und alles, alles schwand.

Da wacht' ich auf aus meinem Traum,
und dunkel war's um mich.
Du lieber, schöner Weihnachtsbaum,
sag an, wo find' ich dich?

Da war es just, als rief er mir:
"Du darfst nur artig sein;
dann steh' ich wiederum vor dir;
jetzt aber schlaf nur ein!

Und wenn du folgst und artig bist,
dann ist erfüllt dein Traum,
dann bringet dir der heil'ge Christ
den schönsten Weihnachtsbaum.

August Heinrich Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
......we're only human !!!!!! Bild
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Beitragvon Laeusel » Mi Dez 23, 2009 8:08 am

Türchen 23


Weihnachtswunschzettel für Erwachsene

Warum sollen nur unsere Kinder
einen Wunschzettel schreiben?
Gibt es doch auch für Erwachsene
viele Wünsche, die offen bleiben.

Manchmal kennen wir die tiefsten
Wünsche an das Leben gar nicht,
wissen meistens wesentlich klarer,
was uns eigentlich nicht anspricht.

Deshalb ist es gut, wenn sich auch
ein Erwachsener im Advent besinnt,
welche Sehnsüchte er in sich hat,
bevor die Zeit des Lebens verrinnt.

Steht dann das, was wichtig und
wertvoll ist auf einem Blatt Papier,
wird uns mancher Wunsch klarer,
vielleicht auch Ihnen, nicht nur mir!´




Spuren im Schnee

Viele Spuren im Schnee,
etwa von Hase und Reh,
auch von anderem Getier,
der Pfotenabdrücke - vier.

Dort ein fester breiter Tritt,
ein großer Männerschritt,
daneben ganz viele kleine,
sicherlich Kinderbeine!

Spuren von einem Hund,
auf schneereichem Grund,
Fußabdrücke daneben,
vom „Gassi-Gehen“ eben.

Neben zwei Vogelspuren,
auf schneeweißen Fluren,
die Tapser einer Katze,
die saß auf dem Platze.

Abdrücke von Schneeketten,
Skiern und Langlaufbrettern,
von Pferden sichtbare Hufe,
Tritte auf der Treppenstufe.

Ganz nah am Wegesrand,
wurde von Menschenhand,
ein Kinderschlitten gezogen.
Hier ist er dann abgebogen.

Die Spur von einem Traktor,
sticht am Graben nun hervor.
Er zog wohl ein Auto heraus!
Meine Spur geht nach Haus.

Autor: Sieglinde Seiler


Nusstangen

Zutaten:
125g Butter
250g Mehl
125g Zucker
125 g geriebene Nüsse
1 Ei zum bestreichen
2 Eigelb
(evtl. ganze Nüsse oder Mandeln als Dekoration)

Zubereitung:
Alles vermischen und viereckige (ca. 2x5cm) feste Stränge formen, diese
in Scheiben schneiden. Mit Ei bestreichen und nach Lust und Laune mit Nüssen od. Mandeln belegen.

Ca. 20 min bei 150°C im vorgeheizten Ofen backen.
Ciao
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Beitragvon Laeusel » Do Dez 24, 2009 11:27 am

Türchen 24


Heilig Abend

Die katholische Kirche hat traditionell mit Tagesbeginn um 0 Uhr am
25. Dezember die Geburt Christi gefeiert, da er ja in der Nacht geboren
sei (Lukasevangelium 2,8.). Auf diesen Vespergottesdienst haben sich
die Gläubigen vorbereitet, um diese Vorbereitungen herum hat sich ein
immer reicheres Brauchtum entwickelt.

Die Gottesdienste in der Christnacht wurden teilweise inzwischen zeitlich
vorverlegt, auch in der Evangelischen Kirche hat sich der Brauch, am
Vorabend von Weihnachsten Gottesdienste zu feiern, immer mehr
eingebürgert.

So entstand die heute übliche Form der Feiern am Heiligen Abend und in
der Folge leider eine Entwertung des eigentlichen Festes der Geburt
Christi am 25. Dezember.

Vor allem in katholischen Gegenden verbreitete Bezeichnungen für den
Gottesdienst in der Heiligen Nacht. In neuerer Zeit hat auch die
evangelische Kirche neue Formen der Christmesse gefunden und diese
zu einem vor allem auch musikalisch ausgestatteten Gottesdienst
besonderer Art umgeformt.



..... FROHE WEIHNACHTEN .....
Ciao
Laeusel 8-)

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Beitragvon kuschelhawk » Do Dez 24, 2009 11:50 am

Ich habe mich täglich auf das neue Türchen gefreut - danke Klaus und allen, die es gefüllt haben :D
Come to me I will give and receive
All I need is for you to believe
Come to me I can help you feel free
Take my hand & understand that I believe
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Beitragvon Chris » Do Dez 24, 2009 11:58 am

Danke auch von mir.
Eine echte Bereicherung in dieser dämlichen schnelllebigen Zeit.
Man sollte sich viel öfter auf das Wesentliche besinnen.
Besser Spinner als Schön!!!!
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Beitragvon Tillmann » Do Dez 24, 2009 12:10 pm

Auch von mir ein ganz großes Danke fuer die Beibehaltung dieser schoenen Tradition hier! :P
Vielen Dank! :D
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